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Wärmeschutz am Fenster

Eine Fenster-Wärmedämmung ist ein elementarer Bestandteil der energetischen Sanierung im Altbau. Alte und undichte Fenster geben viel Heizenergie an die Umgebung ab und erhöhen die Heizkosten.
li: Thermografie von außen, vor der Dämmung, re: Einbau einer 20 mm starken Dämmung

Neue Fenster mit Wärmeschutzverglasung, wie sie heute in der Altbausanierung zum Standard gehören, erreichen einen UW-Wert von mindestens 1,3 W/m2K. Gegenüber
früher üblichen Fenstern mit Zweischeibenisolierglas mit UW-Werten von 2,6 W/m2K sind die Wärmeverluste halbiert worden.

Der Wärmedurchgangskoeffizient UW setzt sich aus dem Wärmedurchgangswert des Rahmen- und Flügelprofils (Uf), der Verglasung (Ug) und dem eingesetzten Glasrandverbund (Psi) zusammen. Je niedriger der U-Wert, desto besser ist die Dämmwirkung der Fenster. Je nach Größe und Ausführung können die Werte für das jeweilige Gesamtfenster also verschieden sein.

Beispiele für die Fenstersanierung

Bei der Sanierung der Fenster können selbstverständlich auch bessere Werte als die gesetzlich vorgegebenen erzielt werden. Welche Kombination unter Betrachtung von Kosten und Nutzen im Sanierungsfall, der Energieeinsparung und Verbesserung des Wohnkomforts letztendlich die sinnvollste ist, sollte mit dem Fenster-Fachbetrieb besprochen werden.

Mit Hilfe intelligenter Zubehörprofile können die neuen Fenster auf weitere bevorstehende Sanierungsmaßnahmen wie das Aufbringen eines Wärmedämmverbundsystems vorbereitet werden. Diese Maßnahmen sollten gleich in der Angebotsphase mit dem Fensterfachbetrieb besprochen und abgestimmt werden. Ist die Substanz der vorhandenen Rahmen noch gut, kann sich eine Sanierung lohnen. Die Vorteile sind Kosten- und Materialeinsparung. Insbesondere bei denkmalwürdigen Häusern bleibt
das Erscheinungsbild erhalten. Tischler- oder Glasfachbetriebe sagen Ihnen, ob der Zustand des Rahmens eine Sanierung zulässt und welcher U-Wert machbar ist.

Fenster neu – Wand feucht?

Bei schlecht gedämmten Außenwänden im Altbau kann bei Erneuerung der Fenster die Außenwand zur kältesten Fläche am Haus werden. Beim Fenstertausch ist gleichzeitig die wärmetechnische Verbesserung der gesamten Fassade (Dämmung) sinnvoll, um mögliche Feuchteprobleme an den Außenwänden von vornherein auszuschließen.

Durch eine Wärmedämmung von außen wird die Schimmelgefahr immer verringert. Das Lüftungsverhalten muss unbedingt den geänderten Situationen angepasst werden, sonst kann sich der abgegebene Wasserdampf in ungünstigen Fällen an kälteren Bauteilen (äußere Raumecken, kältere Außenwände) niederschlagen.

Um Feuchteschäden und Schimmelpilzbildung vorzubeugen, sollte ausreichend gelüftet (Stoßlüftung) und die Luftzirkulation an Außenwänden nicht durch Möblierung beeinträchtigt werden.

Rollläden

Geschlossene Rollläden verringern den Wärmedurchgang durch die Fenster wesentlich. Bei Standard-Isolierverglasungen im Altbau um ca. 40 – 50 %, bei 2-Scheiben-Wärmeschutzglas um 25 – 30 %, selbst bei hochwertigen Verglasungen mit UW-Werten unter 1,0 W/(m2K) um ca. 20 %.

Jedoch kann ein schlechter und undichter Rollladen die hohen Wärmeverluste verursachen und damit die erwähnte Energieeinsparung zunichte machen.

Rollladenkästen

Alte ungedämmte oder nur schlecht gedämmte Rollladenkästen sollten unbedingt saniert werden, um den Wärmedurchgang zu verringern, auch um die Schwachpunkte an den Anschlusspunkten zum Fenster und der Decke zu verbessern, da hier oft die kritischen Temperaturen unterschritten werden und somit Tauwasserbildung mit Feuchteschäden möglich sind. Durch einfache Maßnahmen können auch undichte Gurtdurchführungen durch winddichte Gurtführungen ersetzt werden und/ oder große Panzerschlitze durch Dichtbürsten abgedichtet werden.

Rollladenkästen können in der einfachsten Version unabhängig von Fenster und Fassaden als einzelnes Bauteil wärmetechnisch verbessert werden. Hier sind vielfältige Dämm-Materialien auf dem Markt, die der Fachbetrieb auf den Rollladenkasten angepasst einbauen kann.

Wenn der alte Rollladenpanzer gegen einen neuen, enger wickelnden ausgetauscht wird entsteht zusätzlicher Platz für Dämmungen, der dann noch optimiert werden kann, wenn die Lagerung des Rollladens nach außen versetzt wird, sodass die doppelte Dämmstärke eingebaut werden kann. Diese Maßnahmen sollten vom Rollladen-Fachbetrieb ausgeführt werden.

Bei einer Fassadensanierung mit Wärmedämmverbundsystem und ggf. neuen Fenstern können optimierte Verfahren zur Rollladenkastensanierung angewendet werden. Es können dann raumseitig vollständig geschlossene Kästen mit Dämmstärken bis zu 150 mm auf der Innenseite erstellt werden, welche Niedrigstenergie- oder sogar Passivhaus-Niveau erreichen.

Noch ein Hinweis zum richtigen Einbau

Um Bauanschlussfugen dauerhaft vor dem Eindringen von Feuchtigkeit zu schützen und den erhöhten Anforderungen an den Wärmeschutz gerecht zu werden, genügt es nicht, die Fuge lediglich außen gegen Wind- und Schlagregen abzudichten. Zur Herstellung der geforderten Luftdichtigkeit und zur Verhinderung von Feuchtigkeitsschäden ist eine innere Abdichtung der Fuge zwischen Fenstern bzw. Außentüren und Maueranschluss zwingend erforderlich. Montageschaum ist hier nicht ausreichend!

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Am Mittwoch, 20.11.2019, um 19:00 Uhr findet im Landratsamt Ostalbkreis in Aalen (Großer Sitzungssaal) das 11. KlimaFORUM OSTALB statt.

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